Seit 19. Januar 2013 ist es möglich ab 15 1/2 Jahren gemeinsam mit einer erfahrenen Begleitperson die Ausbildung anzutreten und mit 17 Jahren den Führerschein für die Klasse B zu erwerben.

Informieren Sie sich hier über

Vorteile

  • Durch die intensive Fahrpraxis gewinnt der Schüler die entsprechende Routine und somit die nötige Sicherheit im Verkehr. Außerdem wird der Verkehrssinn ausgiebig geschult.
  • Für die Begleitpersonen besteht der Vorteil darin, dass sie sich wieder intensiv mit den Verkehrsvorschriften auseinander setzen.
  • Laut einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit fahren L17-Führerscheinneulinge sicherer, seltener unter Alkoholeinfluss und fallen bei praktischen Prüfungen kaum durch. Mehr Informationen dazu hier. (www.kfv.at

A-Schein

Seit 19. Januar 2013 ist es auch für Schüler möglich, welche die vorgezogene Lenkberechtigung B (L17) absolvieren, gleichzeitig den Motorradführerschein (Klasse A1 mit 16 Jahren oder A2 mit 18 Jahren) zu erwerben.

Vorteil: nur 1 PC-Prüfung, 1x Einschreiben und somit im Paketpreis wesentlich billiger.

Die theoretische Fahrprüfung (PC-Prüfung) kann jeweils nach erfolgter Ausbildung abgelegt werden.

Persönliche Voraussetzungen

  • Bewerber
    • Beginn der Ausbildung nach vollendetem 15 1/2 Lebensjahr
    • Verkehrszuverlässigkeit 
    • körperliche & geistige Reife
    • gesundheitliche Eignung
  • Begleiter
    • besonderes Nahverhältnis zum Bewerber
    • Besitz der Lenkberechtigung B seit min. 7 Jahren
    • innerhalb der letzten 3 Jahre kein schwerer Verstoß gegen die Verkehrsvorschriften
    • darf max. 2 Bewerber innerhalb eines Jahres begleiten
    • ein oder zwei Begleiter

Sachliche Voraussetzungen

  • Fahrzeug
    • Kennzeichnung des Fahrzeuges vorne und hinten mit einer blauen Tafel mit weißer Aufschrift "L17" und mit einer weißen Tafel mit der schwarzen Aufschrift "Ausbildungsfahrt"
    • Das zur Prüfung verwendete Kraftfahrzeug muss min. 3 Seitentüren haben.
  • Fahrtenprotokoll
    • muss wahrheitsgetreu geführt werden
    • jede Ausbildungsfahrt ist vom Bewerber und dem Begleiter zu unterschreiben
    • ist bei begleitenden und Perfektionsschulungen vorzulegen

Ablauf der Ausbildung

1. Antragstellung

Der Antrag auf Bewilligung zur Ausbildungsfahrt ist bei der Standortbehörde der Fahrschule (BH- Mödling) zu stellen. Die Ausbildungsfahrt wird nur nach Absolvierung und Bestätigung der Mindestschulung bewilligt.

Dokumente für die Behörde:

  • Antrag auf Bewilligung für Ausbildungsfahrten
  • Ärztliches Gutachten des Führerscheinwerbers
  • Führerschein und Meldezettel der Begleiter

2. Grundschulung

  • 32 Theorielektionen je 50 (20 Grundwissen plus 12 klassenspezifischer Unterricht)
  • 12 Fahrlektionen je 50 min. 
  • 1 Unterrichtseinheit theoretische Einweisung 50 min. 
  • 1 Unterrichtseinheit theoretische Einweisung 50 min.

3. Ausbildungsfahrt 3000 km (Laienausbildung)

  • wird mit dem Begleiter durchgeführt
  • Alkoholverbot für Bewerber & Begleiter 
  • der Begleiter muss den Führerschein und den Bewilligungsbescheid mitführen 
  • der Bewerber muss einen amtlichen Lichtbildausweis (Reisepass) mitführen

4. Begleitende Schulungen in der Fahrschule nach 1000 km und 2000 km Laienausbildung

  • 2 Lektionen Ausbildungsfahrt und individuelles Gespräch des Fahrlehrers mit dem Begleiter und dem Bewerber.

5. Perfektionsschulung nach insgesamt 3000 km

  • Schulfahrt im Umfang von 3 Lektionen mit dem Schulfahrzeug

Theoretische Fahrprüfung

  • Die theoretische Fahrprüfung (PC) darf nach vollständig absolviertem Theoriekurs abgelegt werde.

Praktische Fahrprüfung

  • Theoretische Fahrprüfung muss bestanden sein
  • das 17. Lebensjahr muss vollendet sein 
  • 3000 km Ausbildungsfahrt müssen nachgewiesen sein 
  • die original Fahrtenprotokolle müssen bei der Behörde abgegeben worden sein.